Europa League: BVB und Leipzig zittern sich ins Achtelfinale

Europa League Tickets
Foto: katatonia82 / depositphotos

Borussia Dortmund und RB Leipzig haben den Sprung ins Achtelfinale der UEFA Europa League geschafft. Die beiden Bundesligisten taten sich gestern Abend jedoch sehr schwer und mussten bis zur letzten Sekunden zittern. Während sich Leipzig zu Hause mit 0:2 gegen den SSC Neapel geschlagen geben musste, rettete sich der BVB mit einem 1:1-Unentschieden in Bergamo in die nächste Runde.

Eigentlich hatten sowohl Borussia Dortmund und der RB Leipzig vor den Rückspielen gestern Abend in der EL-Zwischenrunde eine „gute Ausgangslage“. Während die Leipziger mit einem 3:1-Erfolg in Neapel zu Hause spielten, reiste der BVB mit einem 3:2-Erfolg gegen Atalanta nach Bergamo. Am Ende musste jedoch sowohl die Schwarz-Gelben als auch die Roten Bullen zittern.

Schmelzer rettet den BVB

Borussia Dortmund hat sich in den vergangenen Wochen deutlich formverbessert präsentiert, dennoch ist das Team von Peter Stöger noch lange nicht auf dem Niveau auf dem man gerne sein möchte. Dies hat das gestrige 1:1-Unentschieden gegen Atalanta Bergamo gezeigt. Der BVB stand kurz vor dem Aus in der UEFA Europa League, nach 11. Minuten lag man bereits mit 0:1 in Rückstand und rannte diesem bis zur 83. Minute nach. Erst ein Lucky Punch von Marcel Schmelzer zum 1:1-Ausgleich sicherte den Dortmundern das Ticket für das Achtefinale.

Dortmund präsentierte sich in Bergamo viel zu harmlos, während man in der Offensive und im Mittelfeld die nötige härte in den Zweikämpfen vermissen ließ, erlaubte man sich in der Defensive immer wieder einfache Fehler. So auch beim Gegentreffer, bei dem Roman Bürki nach einer Ecke nicht wirklich gut aussah.

Auch Cheftrainer Peter Stöger zeigte sich nach dem Spiel alles andere als zufrieden: „Gerade in der ersten Halbzeit haben wir es Bergamo aber auch leicht gemacht. Wir waren nicht aggressiv und körperlich genug, haben nicht das umgesetzt, was wir vorher besprochen haben. Das war kein richtiger Männerfußball, den man in so einem Spiel an den Tag legen muss. Die zweite Halbzeit war dann besser. Unsere Einstellung stimmt, dass haben die Jungs jetzt mehrmals gezeigt. Natürlich freue ich mich, dass wir weitergekommen sind, aber wir haben nach diesem Spiel auch viel zu besprechen.“

Mit solch einer Leistung gehört der BVB sicherlich nicht zu den Top-Favoriten auf den Gewinn in der Europa League, so sieht es auch das Online-Portal wettenerfahrungen.com. Die Schwarz-Gelben werden sich im weiteren Verlauf des Wettbewerbs deutlich steigen müssen, wenn man tatsächlich den Sprung ins Finale nach Lyon schaffen möchte.

Leipzig rettet sich über die Zeit

Aber nicht nur der BVB tat sich gestern Abend extrem schwer, auch Leipzig war drauf und dran einen 3:1-Hinspielsieg aus den Händen zu geben. Gegen den SSC Neapel tat man sich in der heimischen Red Bull-Arena vollkommen überraschend deutlich schwerer als noch vor einer Woche in Italien. Die Gäste hingegen drängten von der ersten Minute an auf den Führungstreffer. In der 33. brachte Zielinski Napoli mit 1:0 in Front.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der fast in einem Desaster geendet wäre, denn in der 86. erhöhte Insigne auf 2:0 und damit fehlte Neapel nur noch ein Treffer um den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen. RB ließ in den Schlussminuten jedoch nichts mehr zu und so blieb es „nur“ bei der 0:2-Pleite, die am Ende ausreicht um mit einem blauen Auge in die Runde der letzten 16 einzuziehen.