Paukenschlag in Wolfsburg! Martin Schmidt tritt bei den Wölfen zurück

Bundesliga Tickets
Foto: jamoluk / pixabay (CC0)

Martin Schmidt ist nicht mehr Cheftrainer des VfL Wolfsburg. Der 50-jährige hat am Montag seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung bekannt gegeben. Die Verantwortlichen in Wolfsburg zeigten sich von der Entscheidung des Schweizers überrascht und enttäuscht zugleich.

In den vergangenen Wochen und Tagen gab es zahlreiche Gerüchte rund um die sportliche Zukunft von Martin Schmidt beim VfL Wolfsburg. Der Schweizer geriet zunehmend in den Druck von Fans und Medien. Nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende hat Schmidt nun Konsequenzen aus den anhaltenden Diskussionen rund um seine Person gezogen und am Montag mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt bei den Wölfen verkündet.

Martin Schmidt: Neue Impulse von der Trainerbank

Bereits am Wochenende machten erste Gerüchte, dass Schmidt das Handtuch in Wolfsburg werfen wird. Wenige Stunden später folgte die offizielle Bestätigung seitens des Bundesligisten im Rahmen einer Pressemitteilung. In dieser wird betont, dass Schmidt auf eigenen Wunsch sein Amt als Cheftrainer zur Verfügung stellt und dies dem VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher, Sportdirektor Olaf Rebbe sowie dem Aufsichtsrat am Montagvormittag mitgeteilt habe. Demnach wollte Schmidt mit diesem Schritt den Druck vom Verein nehmen und die Möglichkeit bieten neue Impulse von der Trainerbank zu setzen. Die Quoten auf dem Online-Portal openodds.com für eine vorzeitige Entlassung von Schmidt sind in den vergangenen Tagen dramatisch gefallen.

Dr. Schumacher äußerte sich wie folgt dazu: „Intern waren wir alle fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam das Blatt wenden werden, entsprechend überraschend und unvorhersehbar kam nun dieser Vorstoß von Martin Schmidt, zumal wir seine Beweggründe nicht in allen Teilen nachvollziehen können. Wir bedanken uns bei Martin Schmidt für die geleistete Arbeit und wünschen ihm beruflich wie privat alles Gute.“

Der VfL Wolfsburg liegt mit 24 Punkten aktuell auf dem 14 Platz und hat einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang und sechs Zähler auf einen direkten Abstiegsplatz. Schmidt hatte erste im September 2017 die Nachfolge des entlassenen Andries Jonker bei den Wölfen übernommen. Insgesamt 19-mal saß Schmidt beim VfL auf der Trainerbank in der Bundesliga. Mit 5 Niederlagen, 3 Siegen und 11 Unentschieden hat insgesamt 20 Punkte mit den Wölfen geholt.

Sportdirektor Olaf Rebbe, der in den vergangenen Wochen ebenfalls in der Kritik stand zeigte sich nach dem Rücktritt von Schmidt enttäuscht: „Wir hätten das Ziel Klassenerhalt nur allzu gerne mit ihm erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner Entscheidung abbringen. Diese entschlossene Haltung gilt es jetzt zu respektieren, wenngleich ich zugeben muss, dass mich dieser Schritt enttäuscht – auch gerade weil er unser Wunschtrainer für den VfL war. Wir richten den Fokus jetzt weiter voll auf das Spiel am Freitagabend in Mainz.“

Wie überrascht die Verantwortlichen von diesem Rücktritt sind belegt allein die Tatsache, dass das morgige Mannschaftstraining auf den späten Nachmittag verlegt wurde. Medienberichten zu Folge ist der Niederländer Ton Lokhoff, der 2014 aus Stuttgart zum VfL Wolfsburg gekommen war, eine Interimslösung und wird mit Wölfe am kommenden Freitag im Abstiegsduell gegen Mainz 05 führen.